Medellín in Kolumbien ist eine typische Bergstadt.
Während sich die Stadt weiter nach Osten in Richtung der Ausläufer der Berge ausdehnt, werden nach und nach neue Wohngebiete, Anliegerstraßen und Radwege in Betrieb genommen. Doch sobald die Straßen über Hänge und durch Kurven führen, stellt sich eine zentrale Herausforderung: die Beleuchtung.
Tagsüber führt das bergige Gelände zu erheblichen Unterschieden in der Sonneneinstrahlung entlang verschiedener Straßenabschnitte. Nachts können manche Straßenlaternen hell bleiben, während andere frühzeitig erlöschen. Für die Anwohner besteht die größte Gefahr nicht in der völligen Dunkelheit, sondern in den durch die ungleichmäßige und zeitweise ausfallende Beleuchtung verursachten toten Winkeln.
Um dieses Problem anzugehen, ging die Agentur für Stadterneuerung und Infrastrukturentwicklung von Medellín eine Partnerschaft mit einem lokalen EPC-Auftragnehmer und einem Integrator für Beleuchtungslösungen mit erneuerbarer Energie ein, um 130 Einheiten zu installieren. SRESKY Basalt SSL-912A Entlang einer etwa 6–8 Kilometer langen Straße wurden Solarstraßenlaternen installiert. Das System beleuchtet Zufahrtsstraßen zu Wohnhäusern, Hangstraßen sowie kombinierte Fuß- und Radwege.
Projektübersicht
| Projektelement | Details |
|---|---|
| Projektstandort | Östliches Vorgebirge, Stadterweiterungsgebiet Medellín |
| Kunden | Agentur für Stadterneuerung und Infrastrukturentwicklung von Medellín |
| EPC-Auftragnehmer | Lokaler Straßenbauunternehmer + Integrator für Beleuchtung mit erneuerbarer Energie |
| Verwendetes Produkt | SRESKY Basalt SSL-912A |
| Anzahl installiert | Etwa 130 Einheiten |
| Anwendungsszenarien | Zufahrtsstraßen zu Wohnhäusern / Hangstraßen / Mehrzweck-Fußgänger- und Radwege |
Projektherausforderungen und -lösungen
Herausforderung 1: Ungleichmäßige Solarladung aufgrund von Hangbeschattung verursacht nächtliche Beleuchtungslücken
Die Straße schlängelt sich durch steiles Gelände mit erheblichen Höhenunterschieden und scharfen Kurven. Tiefliegende Abschnitte erhalten morgens nur wenig direktes Sonnenlicht, während die windabgewandten Hänge mehr als die Hälfte des Tages im Schatten liegen. Dies führt zu großen Unterschieden in der Ladeeffizienz der Leuchten entlang derselben Strecke.
Bei herkömmlichen Solarbeleuchtungssystemen würde dies zu Folgendem führen:
- Einige Leuchten behalten normale Helligkeit bei
- Einige Leuchten dimmen vorzeitig
- In Extremfällen schalten sich einzelne Lampen frühzeitig ab.
Dies führt letztlich zu einem intermittierenden Lichteffekt. Auf Bergstraßen mit vielen Kurven und Steigungen kann eine solche Unregelmäßigkeit die visuelle Wahrnehmung von Fahrern und Fußgängern unmittelbar beeinträchtigen.
Lösung 1: Geländebasierte Energiezonierung + ALS Dynamische Dimmung
Das SRESKY Basalt SSL-912A basiert nicht auf einer einheitlichen Konfiguration. Stattdessen optimiert es die Leistung durch geländebasierte Zonierung:
- Steile und stark beschattete Abschnitte: Akku- und Ausgangskonfiguration mit höherer Kapazität.
- Mäßig sonnenbeschienene Bereiche: Standardbetriebsmodus
- Abschnitte mit stabiler Beleuchtung: Energiesparmodus
In Kombination mit dem integrierten intelligenten Dimm-System ALS (Adaptive Lighting System) passt das System die Lichtleistung nachts dynamisch an den aktuellen Batteriestand an. Dadurch wird die Energieabgabe auf die verschiedenen Leuchten ausgeglichen.
Ziel ist es nicht, die Helligkeit an einzelnen Punkten zu maximieren, sondern eine durchgängige Beleuchtung auf Systemebene in komplexem Gelände zu gewährleisten.
Herausforderung 2: Steigungen und Kurven erhöhen das Verkehrsrisiko bei Nacht
Die Bergstraßen in diesem Projektgebiet weisen folgende Merkmale auf:
- Häufige Kurven
- Große Gradientenvariationen
- Gemischter Fußgänger- und Fahrradverkehr
- Eingeschränkte Sicht bei Regen und Nebel
Bei mangelhafter Lichtverteilung können an Kurveneingängen und Übergängen an Steigungen leicht visuelle tote Winkel entstehen – selbst wenn die Gesamthelligkeit ausreichend erscheint.
Lösung 2: Optische Lichtverteilung Typ III + PIR-gesteuerte adaptive Beleuchtung
Das System nutzt ein Straßenbeleuchtungsverteilungsdesign vom Typ III in Kombination mit intelligenter Steuerungslogik:
- Sorgt für eine gleichmäßige, energiearme Grundbeleuchtung
- Wenn der PIR-Sensor (Erfassungsbereich 120°) Fußgänger oder Fahrzeuge erkennt, wird die lokale Beleuchtung erhöht.
- Kurvenbereiche wechseln frühzeitig in den erweiterten Beleuchtungsmodus.
Anstatt einfach nur die Helligkeit zu erhöhen, verbessert dieser Ansatz den visuellen Kontrast in kritischen Bereichen und optimiert so die Wahrnehmung und Sicherheit bei Nässe und Nebel in Umgebungen mit niedrigem Verkehrsaufkommen und gemischtem Verkehr.
Projektergebnisse
Da es sich um ein Projekt in der Phase der Stadterweiterung handelte, lag der Fokus der Abnahmekriterien primär auf der Betriebsstabilität. Grundlage hierfür waren das Feedback des Generalunternehmers vor Ort und erste Betriebsdaten.
- Die kontinuierliche nächtliche Straßenbeleuchtung wurde deutlich verbessert.
- Die Sicht auf Kurven und Steigungen wurde deutlich verbessert.
- Die Häufigkeit der routinemäßigen Wartung wurde im Vergleich zum vorherigen Beleuchtungssystem verringert.
- Die Lichtverteilung in unterschiedlichem Gelände wurde deutlich verbessert.
Kundenfeedback
„Unser Hauptaugenmerk liegt auf der visuellen Kontinuität auf abschüssigen Straßen, nicht auf der Helligkeit einzelner Punkte. Das größte Risiko auf Bergstraßen geht von ungleichmäßiger Beleuchtung aus, und die Basalt-Lösung hat dieses Problem effektiv gelöst.“
— Technischer Leiter, Projekt der Agentur für Stadterneuerung und Infrastrukturentwicklung Medellín
FAQ
Frage 1: Wie verbessern solarbetriebene Straßenlaternen die Fahrsicherheit in Kurven?
A: Die auf die Straßenführung abgestimmte Lichtverteilung lenkt das Licht präzise dorthin, wo es von Fahrern und Fußgängern am meisten benötigt wird. Eine gleichmäßige Ausleuchtung von Kurven, Kreuzungen und Steigungen trägt dazu bei, tote Winkel zu reduzieren und die Sichtverhältnisse zu verbessern.
Frage 2: Wie wirken sich Luftfeuchtigkeit, Regenzeiten und Bergnebel auf solarbetriebene Straßenlaternen aus?
A: Die Hauptauswirkung ist eine verringerte Sichtweite in Verbindung mit einer Dämpfung durch die Umgebung.
In der Regenzeit in Medellín treten häufig folgende Probleme auf:
- Erhöhte Lichtstreuung durch feuchten Nebel verringert den visuellen Kontrast
- Instabile Reflexion der Straßenoberfläche, die die Erkennungsdistanz beeinträchtigt
- Langfristige Feuchtigkeitseinwirkung erhöht die Verschleißrisiken
Daher muss beim Systemdesign Folgendes priorisiert werden:
- Hohe Schutzarten (z. B. IP65 oder höher)
- Korrosionsbeständige und abgedichtete Konstruktion
- Stabile Grundbeleuchtung unter Bedingungen mit geringer Sichtweite
Unter diesen Bedingungen sollte sich die Lichtplanung nicht auf eine „hellere“ Lichtleistung, sondern auf eine gleichmäßigere Sichtbarkeit konzentrieren.
Frage 3: Können Solarstraßenlaternen auch auf teilweise beschatteten Straßenabschnitten betrieben werden?
A: Ja. In teilweise beschatteten Umgebungen müssen sich die Systeme an die unterschiedlichen Solarladebedingungen anpassen. Funktionen wie adaptive Lichtsteuerung und ausreichende Batteriekapazität tragen dazu bei, einen stabilen Nachtbetrieb auch in ungleichmäßig beschattetem Gelände zu gewährleisten.
Fazit
Das Projekt in Medellín zeigt, dass es bei erfolgreicher Solarbeleuchtung in gebirgigem Gelände nicht einfach nur um die Erhöhung der Helligkeit geht. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, eine gleichmäßige Beleuchtung unter Bedingungen aufrechtzuerhalten, die durch Hangneigung, Verschattung und Wetterschwankungen beeinflusst werden.
Durch die Integration von adaptivem Energiemanagement, straßenspezifischem optischem Design und Systemzuverlässigkeit wird die SRESKY Basalt SSL-912A sorgt für ein stabileres und besser vorhersehbares Nachtumfeld für Autofahrer und Fußgänger.
Für Kommunen, Bauunternehmen und Stadtplaner, die an Hangstraßen, Radwegen oder der Erweiterung von Wohngebieten arbeiten, bietet dieses Projekt eine praktische Referenz für die Planung von Solarbeleuchtungssystemen unter komplexen Geländebedingungen.



